satt

Wortfamilie satt

Verben
sättigen  sattbekommen  satthaben  satthören  sattsehen
Wendet man die Regel an, dass ein Bedeutungswechsel in der Wortkombination zur Zusammenschreibung führt, muss das zu obigen Wortbildungen führen, aber nur im Sinne  von satt = genug. Dagegen: Die Nudeln sollen satt machen.

Kontexte
Nudeln als sättigender Hauptbestandteil einer Mahlzeit. Ich habe den Gardasee jetzt sattbekommen. Die Kinder sind kaum satt zu bekommen ( hier getrennt ). Ich habe es satt, mich immer rechtfertigen zu müssen. Ich kann mich an ihrem Gesang gar nicht satthören. Wir konnten uns an dem Bergpanorama nicht sattsehen.

Substantive
Sattheit  Sättigung  Sättigungsbeilage  Sättigungsgefühl  Sättigungsgrad  Sättigungsgrenze  Unersättlichkeit
Farbsättigung  Marktsättigung  Übersättigung

Kontexte
Die Sattheit der Wohlstandsbürger macht sie nicht gerade sensibel für die Sorgen der Geringverdienenden. Mit Kuchen tritt Sättigung erst ein, wenn man schon zu viel davon gegessen hat. Bei Sättigung der Lösung bilden sich Kristalle. Je mehr man gut kaut, desto eher verspürt man ein Sättigungsgefühl. Zu einem Salatteller gehört immer eine Sättigungsbeilage. Der Markt für eine technische Neuheit erreicht einmal die Sättigungsgrenze und stagniert dann bei den Verkaufszahlen. Unterschiedliche Drucker unterscheiden sich auch in der erreichbaren Farbsättigung. Die Übersättigung der Fernsehzuschauer mit Quizsendungen führte zum Rückgang der Einschaltquoten.

Adjektive
satt  lebenssatt  nimmersatt  pappsatt  sattblau  sattgelb  sattgrün  unersättlich

Kontexte
Ich bin schon satt / pappsatt. Aber: Ich verstehe, dass er es satthat (vgl. die Verben oben ). Er war lebenssatt und fürchtete sich nicht vor dem Tod. Er ist ein kleiner Nimmersatt. Ein sattblauer Stoff usw.
Unersättliche Habgier, unersättliche Lust.

Adverb
sattsam: Es ist sattsam bekannt, dass er nur auf seinen Vorteil aus.