aber

Wortfamilie aber

Das Wort aber ist eine vielseitige Konjunktion und drückt einen Gegensatz aus:
Sie hat Abitur, kann aber nur schlecht Englisch. Ich gehe jetzt fort, aber du musst hierbleiben, weil wir eine Lieferung erwarten.
Du hast das Gerät falsch eingestellt, oder aber es ist fehlerhaft.
Dieser Gegensatz kann einen Widerspruch bedeuten:
Es war ein sehr trockenes Jahr, aber die Ernte war zufriedenstellend.
Wir suchen schon seit Monaten vergeblich eine passende Immobilie, aber wir geben nicht auf.
Es kann sich auch um enttäuschte Erwartungen, um Berichtigungen und Einschränkungen handeln:
Sie ist gescheit, vernachlässigt aber ihr Äußeres.
Ich halte ihn für einen windigen Geschäftsmann, in diesem Fall macht er aber ein günstiges Angebot. Er ist oft sehr grob zu den Kinder, dann aber wieder ein fürsorglicher Vater.
Aber kann auch einen Einwand einleiten:
Ich würde gerne mitkommen, aber dann könnte ich meine Seminararbeit nicht fertig machen.

Partikel
Ist die aber hässlich!  Aber, das kann doch nicht sein! Aber meine Herrschaften, nehmen Sie doch wieder Platz! Jetzt wird es aber Zeit.
Aber, aber! – Da übertreibst du.

Substantive
Aber  Aberwitz  Aberglaube  Aberhunderte  Abertausende

Kontexte
Ich möchte jetzt kein Aber mehr hören. Wir ziehen das jetzt ohne Wenn und Aber durch. Der Aberwitz liegt doch darin, dass sie sich damit selbst ins Unrecht setzt. Jeder Glaube, ausgenommen der eigene, ist doch Aberglaube. Hier finden Aberhunderte / Abertausende Platz.

Adjektive, Adverb
abergläubisch  aberwitzig  abermalig  abermals

Kontexte
eine abergläubische Alte, ein aberwitziges Risiko eingehen, ein abermaliger Versuch; ich habe ihn abermals verwarnt.